Corona Aktiencrash – Der Weg durch die Krise

Corona belastet die Weltwirtschaft

COVID-19 ist mittlerweile in 139 LĂ€ndern angekommen und wurde deshalb zur Pandemie erklĂ€rt. Schon jetzt sind die wirtschaftlichen Folgen spĂŒrbar: Grenzen werden dicht gemacht, Regionen abgeriegelt und Menschen werden unter QuarantĂ€ne gestellt. Als Konsequenz werden die Unternehmensgewinne vieler Branchen (ausgenommen Klopapierhersteller 🙂 ) stark einbrechen.

Doch es ist sehr wahrscheinlich, dass das erst die Spitze des Eisbergs ist. Auch wenn der Virus frĂŒher oder spĂ€ter ĂŒberwunden sein wird: Die wirtschaftlichen Folgen könnten ohnehin angeschlagene LĂ€nder wie Italien hart treffen. Durch die Pandemie ausgelöste sinkende Gewinne oder gar Insolvenzen fĂŒhren dazu, dass Unternehmen Ihre Schulden nicht mehr bedienen können. Eine hohe Zahl an KreditausfĂ€llen gefĂ€hrden dann wiederum die ohnehin angeschlagenen Banken. Das Bruttoinlandsprodukt Italiens liegt fast 10 mal höher als in Griechenland. Im Hinblick auf die Staatsverschuldung gilt Italien als “too big to save” und könnte daher Auslöser fĂŒr eine neue Euro-Krise sein.

In diesem Artikel geht es daher um die Auswirkungen auf mein Depot und mein weiteres Vorgehen.

Börsencrash – 24 % Verlust innerhalb von 3 Wochen

In den letzten Wochen ist der Wert meines Depots von ĂŒber 90.000 € auf 70.000 € gefallen. Von mehreren 10.000 € Gewinn rutsche ich auf aktuell 6.000 € Verlust. Rechnet man die erhaltenen Dividenden mit ein sind es immerhin “nur” noch 2.000 € Verlust.

Wie geht es nun weiter?

Gerade weil es der erste Crash ist, den ich als aktiver Anleger erlebe stehe ich nun vor der Frage was ich mit meinem tiefroten Depot anstellen soll.

Möglichkeit 1: Alles verkaufen!

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass es an der Börse noch weiter nach unten geht. Eine Möglichkeit wĂ€re es also, das gesamte Depot zu liquidieren, abzuwarten und eventuell sogar gĂŒnstiger einzusteigen.

Entscheidung: Langfristig wurde bis jetzt jeder Crash wieder aufgeholt. Ob die Kurse noch weiter fallen weiß ich ebenfalls nicht. Ich entscheide mich also dafĂŒr alle Aktien zu behalten.

Möglichkeit 2: Kaufen, kaufen, kaufen!

Viele freuen sich bereits jetzt ĂŒber die Möglichkeit ihre Aktien gĂŒnstig nachzukaufen. Ich selbst habe Royal Dutch Shell nachgekauft – und es sofort bereut weil der Kurs danach weitere 10 % gefallen ist.

Entscheidung: Ich habe bereit jetzt etwas dazu gelernt und warte vor großen EinmalkĂ€ufen zunĂ€chst ab

Möglichkeit 3: Langsam gĂŒnstig nachkaufen

Die Kurse werden meiner Meinung nach entweder noch weiter sinken oder zumindest so schnell nicht wieder auf das alte Niveau steigen. Es besteht daher keine Notwendigkeit das Kaufen der gĂŒnstigeren Aktien zu ĂŒberstĂŒrzen. FĂŒr das weitere Vorgehen werde ich daher folgende Strategie umsetzen:

  • Die SparplĂ€ne werden weiterhin ausgefĂŒhrt und eventuell bald erweitert. Durch die gĂŒnstigeren Aktienkurse “erkaufe” ich mir aktuell pro monatliche AusfĂŒhrung statt bisher 25 € nun 30 € jĂ€hrliches Dividendeneinkommen.
  • Meine Watchlist werde ich aktualisieren und insbesondere nach zyklischen Dividendenzahlern – wie beispielsweise BASF – Ausschau halten. Sobald ich das GefĂŒhl habe das wesentliche erfasst zu haben gibt’s natĂŒrlich einen Artikel dazu.
  • Ab jetzt heißt es Wasser und Brot – Spaß. Ich möchte trotzdem versuchen noch mehr zur Seite zu legen um in den nĂ€chsten Jahren (?) so viel wie möglich zu investieren.
  • Ich versuche etwas weniger ins Depot zu kucken in nĂ€chster Zeit 🙂

Soweit war’s das hierzu erstmal von mir. Mich interessiert jetzt natĂŒrlich wie ihr mit den KurseinbrĂŒchen umgeht!

GrĂŒĂŸe und bleibt entspannt

Nils

Abonniere
Benachrichtigung
guest
2 Comments
Am besten bewertet
Neueste Älteste
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
MrAktie
17. Mai 2020 09:15

Hallo Nils, also ich mache “buy and hold” .. und kaufe beizeiten nach … und generell zum Verkauf … die Frage kaufen oder verkaufen stellt sich bei langfristigen AktionĂ€ren nicht … sie bleiben dem Unternehmen verbunden … auch in schlechten Zeiten … wer verkauft hat seine Hausaufgaben vorher nicht gemacht …. Aktien fĂŒr immer … Krisen passieren … dazu ist die Welt insgesamt mittlerweile zu sehr miteinander verwoben und dementsprechend “dĂŒnnhĂ€utig” …fragil …. da helfen nur solide Informationen wie beispielsweise die langfristige Entwicklung von Dividenden Z.B beim DAX 
 das hilft bei der (vorherigen) EinschĂ€tzung einer Aktie … Schöne GrĂŒĂŸe… mehr »

Marko
23. April 2020 13:55

Das wichtigste bei einer Anlagestrategie ist, dass man sie dauerhaft durchhĂ€lt – ganz besonders in den schwierigen Zeiten. Da du auf langfristige Investments und Dividendeneinnahmen setzt, ist das Nachkaufen genau richtig.